Beschäftigte

Partnerschaft mit Beschäftigten

Strategie und Konzepte

Organisation und Steuerung der Personalarbeit

GRI 103-2

Der Personalbereich (Human Resources – HR) ist der „HR-Business-Partner“ beziehungsweise „HR-Partner“ der Geschäftsbereiche der Mercedes-Benz Group. Zusätzlich gibt es Governance- beziehungsweise Querschnittsbereiche, beispielsweise für die Themen Personal- und Arbeitspolitik mit unter anderem Health & Safety sowie Talent & Learning und Human-Resources-IT-Strategie.

Für die Transformation hin zu einer elektrischen und digitalen Zukunft benötigen wir ein schlagkräftiges Mercedes-Benz Team. Der Wandel zur Elektromobilität wird Aufgaben und Beschäftigungsprofile verändern und verschieben. Unser Ziel ist es, diese Veränderung für die Beschäftigten verantwortungsvoll, sozialverträglich und zukunftsorientiert zu gestalten. Dabei steht für uns der Mensch im Mittelpunkt. Wir stellen uns zukunftsorientiert auf und sichern damit unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Gleichzeitig investieren wir kontinuierlich in die Qualifizierung unserer Beschäftigten und bringen neue Talente und Experten an Bord. Wir schaffen für die Menschen bei Mercedes-Benz ein attraktives Arbeitsumfeld. Als diverses Team gestalten wir unsere gemeinsame Zukunft mit unserem täglichen Handeln, das wir an unseren Prinzipien der Zusammenarbeit ausrichten. Als nachhaltige Steuerungsinstrumente nutzen wir unter anderem 360°-Feedbacks sowie Mitarbeiterbefragungen, um unsere Unternehmenskultur zu verbessern. Diese Instrumente werden ergänzt um HR-eData Manager Reports. Die darin enthaltenen Kennzahlen sowie detaillierte Informationen für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich können alle Führungskräfte über eine App im Intranet abrufen.

Einbindung der Belegschaft

GRI 103-2

Wir wollen unsere Entscheidungsprozesse transparent gegenüber den Beschäftigten gestalten und ihnen ermöglichen, sich an diesen zu beteiligen. Dabei respektieren wir unsere Interessen und beziehen uns gegenseitig aktiv ins Unternehmensgeschehen ein. Wie wir in unseren Mitarbeiterbeziehungen Verantwortung übernehmen, haben wir in unseren Richtlinien und Betriebsvereinbarungen geregelt.

Arbeits- und Sozialstandards verankern

Basierend auf den Arbeits- und Sozialstandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verabschiedete die Mercedes-Benz Group AG (damals firmierend unter DaimlerChrysler AG) im Jahr 2002 eigene, konzernweit gültige „Grundsätze zur sozialen Verantwortung bei Daimler.“ Sie wurden im Jahr 2021 komplett überarbeitet, umfangreich ergänzt und als „Grundsatzerklärung für soziale Verantwortung und Menschenrechte“ neu veröffentlicht. Mit den neu aufgenommenen Regelungsfeldern tragen wir dem fundamentalen Wandel der Automobilindustrie und den damit verbundenen wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen Rechnung. Hinzugekommen sind unter anderem die Themen „Schutz lokaler Gemeinschaften und indigener Völker“, „Schutz von Menschenrechtsverteidigern“ sowie „Umgang mit Künstlicher Intelligenz“. Neu ist ebenfalls, dass wir Menschenrechts- und Umweltthemen nicht länger losgelöst voneinander betrachten, sondern miteinander verknüpfen.

Zudem haben wir unsere Prinzipien und Rechte hinsichtlich der Arbeitsbedingungen im Konzern geschärft. Dies betrifft zum Beispiel die Themen „Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz“, „Chancengleichheit und Schutz vor Diskriminierung“, „Bildung und Qualifizierung“ sowie „Kollektivrechte“.

Die damalige Daimler AG richtete bereits im Jahr 2006 das weiterhin gültige und zwischenzeitlich fortentwickelte Hinweisgebersystem BPO (Business Practices Office) ein, um Verstößen gegen gesetzliche und konzernintern geltende Regelungen, die ein hohes Risiko für unser Unternehmen und seine Beschäftigten darstellen, fair und angemessen nachzugehen. Auch unsere Grundsatzerklärung gehört zu diesen Regelungen. Das BPO nimmt Meldungen über Verdachtsfälle entgegen, prüft diese und steuert bei hohen Risiken deren Untersuchung. Mit hohem Risiko verbunden sind beispielsweise Korruptions-, Kartellrechts- und Geldwäschedelikte, Verstöße gegen technische Vorgaben, Verletzungen von Umweltvorschriften oder auch schwere Fälle von Diskriminierung und Rassismus. Bei den Fällen, die sich in der Untersuchung als zutreffend erweisen, entscheidet das Unternehmen unter den Gesichtspunkten der Verhältnismäßigkeit und Fairness über angemessene Maßnahmen.

Weiterhin bekennt sich die Mercedes-Benz Group auch zu ihrer sozialen Verantwortung und den zehn Prinzipien, die dem zugrunde liegen. Als Teilnehmer des UNGC verpflichten wir uns unter anderem dazu, zentrale Arbeitnehmerrechte einzuhalten – von der Achtung der Chancengleichheit bis hin zum Recht auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Vergütungssysteme

GRI 102-35/-36

GRI 405-2

Weltweit vergütet das Unternehmen geleistete Arbeit in allen Konzerngesellschaften nach den gleichen Grundsätzen. Unsere globale Vergütungsrichtlinie, die für alle Beschäftigtengruppen gilt, legt Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen für die Ausgestaltung der Vergütungssysteme fest. Hier ist unter anderem geregelt, dass sich die Höhe des Entgelts nach den übertragenen Anforderungen der Arbeitsaufgabe – unter Berücksichtigung unter anderem von Wissen und Können, Verantwortung und Entscheidungsspielraum – und gegebenenfalls der Leistung der Person richtet, nicht nach Geschlecht, Herkunft oder anderen persönlichen Merkmalen. Mit internen Audits prüft die Revisionsabteilung jährlich stichprobenartig, ob ausgewählte Aspekte der Richtlinie eingehalten werden. Dabei berücksichtigen wir auch die Gegebenheiten der lokalen Märkte: Denn wir wollen unseren Beschäftigten markt- und branchenübliche Gehälter und Zusatzleistungen bieten.

Die variable Vergütung des Managements (Company Bonus) der Ebenen 1 bis 3 und der Ebene 4 Executives bemisst sich neben finanziellen Zielen auch an Transformationszielen und an nichtfinanziellen Zielen. Die Transformationskomponente des Company Bonus 2021 enthielt zum Beispiel CO2-Ziele; weitere vergütungsrelevante nichtfinanzielle Ziele haben unter anderen die Themen Integrität und Vielfalt betroffen.

Regelmäßig führen unsere Personalbereiche Gesprächsrunden zur Einkommensüberprüfung für Beschäftigte und Führungskräfte durch. So sorgen wir unter Beachtung der Datenschutzbestimmungen für Transparenz bei Gehaltsentscheidungen. Auch das jeweilige Entwicklungspotenzial der Beschäftigten wird dort diskutiert.

Sind Beschäftigte mit ihrer Vergütung unzufrieden, können sie sich an ihre Führungskraft wenden. Sofern die Parteien das Problem nicht lösen können, kann der Personalbereich oder der Betriebsrat hinzugezogen werden.

In tarifgebundenen Gesellschaften wie zum Beispiel der Mercedes-Benz Group AG ergeben sich aus den Tarifverträgen weitere Rechte für die Beschäftigten: So können die Beschäftigten unter anderem die mitgeteilte Entgeltgruppe oder das festgestellte Leistungsergebnis beanstanden.

Führungskultur weiterentwickeln

GRI 404-3

Im Zusammenspiel von Strategie und Kultur sieht das Unternehmen einen wichtigen strategischen Wettbewerbsvorteil. Deshalb entwickeln wir die Art unserer Zusammenarbeit und unsere Führungskultur stetig weiter.

Mit der Initiative Leadership 2020 haben wir bereits 2016 im Konzern die Grundlagen für unseren künftigen Erfolg gelegt: Divers zusammengesetzte Arbeitsgruppen von Mitarbeitern und Führungskräften haben gemeinsam mit dem Vorstand festgelegt, wie wir gute Führung verstehen (Führungsprinzipien) und welche strukturellen Veränderungen und Werkzeuge wir brauchen, um unsere Arbeitsweise zu verändern (Game Changer). Seit 2020 bauen wir mit Leadership 20X auf dieser Grundlage auf und haben mit ihr dem Umbau unserer Konzernstruktur weitere Impulse gegeben. Wir setzen dabei auf die Befähigung und gegenseitige Vernetzung von Mitarbeitern und Führungskräften in der Transformation. So ermöglichen wir ein enges Zusammenspiel zwischen Kultur und Strategie. Aufbauend auf unserer gemeinsamen Basis der Führungsprinzipien können die Bereiche eigene Schwerpunkte setzen und Maßnahmen entwickeln.

Der damit geschaffene Rahmen, innerhalb dessen wir die Kultur in unserem Unternehmen verändern wollen, ist fester Bestandteil unserer Prozesse zur Personalentwicklung und Entscheidungsfindung sowie unserer Organisationsstrukturen, Arbeitsmethoden und -werkzeuge. Wir beabsichtigen, diese Arbeit auch nach dem im Jahr 2021 erfolgten Abschluss der Initiative Leadership 20X dauerhaft fortzusetzen. Die Führungsprinzipien wurden als allgemeine Prinzipien der Zusammenarbeit, sogenannte People Principles, in unsere Kultur- und Regelprozesse überführt und gelten nun als Basis der Personalstrategie. Dafür haben wir als gemeinsame Richtschnur für das Handeln aller Beschäftigten der Mercedes-Benz Group acht Führungsprinzipien etabliert: Pioniergeist, Agilität, Sinn, Befähigung, Kundenorientierung, Co-Kreation, Lernen und „Wir wollen gewinnen“. Sie sind die Basis unserer Zusammenarbeit und sollen helfen, das Unternehmen noch leistungsfähiger, schneller und flexibler zu machen und die Innovationskraft weiter zu fördern.

Umgang mit COVID-19

Die COVID-19-Pandemie stellt Politik, Gesellschaft und Wirtschaft seit Anfang 2020 vor große Herausforderungen. Mit Blick auf den etablierten betrieblichen Pandemieschutz gab es immer wieder viele unvorhersehbare Entwicklungen, auf die der Konzern sowohl national als auch international kurzfristig reagiert hat. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten haben höchste Priorität. Bereits im April 2020 hat das Unternehmen weitreichende Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen und ein umfassendes Maßnahmenpaket mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbart und umgesetzt. Dazu gehören Hygiene- und Reinigungs-Standards sowie Verhaltensregeln am Arbeitsplatz. Diese Regelungen gelten nach wie vor. Die Vorgaben und Auflagen der deutschen Bundesregierung, der jeweiligen Landesregierungen und Behörden bilden dabei den Handlungsrahmen.

Im Berichtsjahr haben wir den Schwerpunkt unserer betrieblichen Maßnahmen auf Sicherheits- und Hygieneregeln für jene Beschäftigten gelegt, die ihre Tätigkeit weiter im Betrieb ausüben mussten – vor allem Mitarbeiter in den Produktions- und Logistikbereichen.

Um das Infektionsrisiko weiter einzugrenzen, arbeiten unsere Beschäftigten – wo es die Aufgabe ermöglicht – bereits seit Frühjahr 2020 mobil (von zu Hause).

Bereits seit 2009 gibt es eine Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten, die 2016 erweitert wurde. Seitdem haben alle Beschäftigten grundsätzlich das Recht, bis zu 100 Prozent mobil zu arbeiten, wenn dies mit der jeweiligen Aufgabe vereinbar ist.

Auch auf unsere Beschaffungsmärkte hat sich die COVID-19-Pandemie ausgewirkt. Unter anderem kam es weltweit zu Lieferengpässen bei Halbleitern. Davon war auch die Automobilindustrie betroffen. Die Mercedes-Benz Group musste daher an verschiedenen Standorten die Produktion unterbrechen. Wo sinnvoll und möglich, haben wir für unsere Beschäftigten Kurzarbeit beantragt.

Maßnahmen

Dialog mit Arbeitnehmervertretern

Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung führen einen fortlaufenden Dialog. Die Rechte unserer Beschäftigten sind unter anderem in verschiedenen (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen festgeschrieben. Diese behandeln beispielsweise Themen wie mobiles Arbeiten, Familienzeit oder häusliche Krankenpflege.

Beispielsweise haben wir für die Beschäftigten der Mercedes-Benz Group AG (damals firmierend unter Daimler AG), der Mercedes-Benz AG sowie der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG eine Beschäftigungssicherung bis 2029 vereinbart. Zusätzlich zu dieser Vereinbarung haben Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung im Juli 2020 eine Gesamtbetriebsvereinbarung geschlossen, um die Arbeitskosten bis Ende Dezember 2021 zu senken. Vertragspartei war damals die Daimler AG. Die Abspaltung und Ausgliederung des Daimler Nutzfahrzeuggeschäfts hat keine Auswirkungen auf die Geltung der Beschäftigungssicherung bis 2029. Hintergrund sind die vielfältigen, mit der Transformation der Automobilindustrie und der COVID-19-Pandemie einhergehenden Herausforderungen. Die Gesamtbetriebsvereinbarung gilt unter anderem für alle Beschäftigten der Mercedes-Benz Group AG, der Mercedes-Benz AG, der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG sowie der Daimler Gastronomie GmbH in Deutschland. Die Vereinbarung trat zum 1. Oktober 2020 in Kraft und galt bis 31. Dezember 2021. Sie sah eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich bis Ende September 2021 vor. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung wurde die Regelung zur Arbeitszeitverkürzung bereits zum 1. April 2021 vorzeitig beendet. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Führungskräfte leisteten ebenfalls einen finanziellen Beitrag.

Zugleich haben die damalige Daimler AG, Mercedes-Benz AG und die Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG entschieden und mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbart, alle Tarifbeschäftigten in Deutschland am Erfolg des Geschäftsjahrs 2020 zu beteiligen. Die Erfolgsbeteiligung wurde im April 2021 als Anerkennung für die besonderen Leistungen der Belegschaft ausgezahlt.

Darüber hinaus haben wir im Rahmen des Strategiedialogs mit dem Gesamtbetriebsrat eine Qualifizierungsoffensive vereinbart. Sie ist ein wichtiger Pfeiler für die erfolgreiche Transformation unseres Unternehmens – insbesondere in den Fokusfeldern Digitalisierung und Elektromobilität. Die Offensive baut auf den bereits bestehenden Qualifizierungs-Initiativen und -Programmen auf und wird nach der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts in beiden Unternehmen – der Mercedes-Benz Group sowie Daimler Trucks – fortgesetzt.

Um die Belange von Auszubildenden und jungen Beschäftigten an unseren deutschen Standorten kümmert sich speziell die lokale Jugend- und Auszubildendenvertretung. Über die Standorte hinweg gibt es Vorsitzende, die die Gesamtjugend- und Auszubildendenvertretung (GJAV) bilden. Sie vertritt die Interessen der jungen Generation in unserem Unternehmen, bringt Ideen ein und setzt Impulse im Rahmen ihrer Mitbestimmungsfunktion. Das gelingt uns im Dialog zwischen der GJAV und den Fachbereichen, insbesondere mit HR.

Zusammenarbeit mit Gewerkschaften

GRI 102-41

GRI 407-1

Die Mercedes-Benz Group erkennt das Recht ihrer Beschäftigten auf Bildung von Arbeitnehmervertretungen, auf Kollektivverhandlungen zur Regelung von Arbeitsbedingungen und ihr Streikrecht, in Abhängigkeit von anwendbarem Recht, an. Mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften arbeiten wir intensiv zusammen, damit sie dieses Recht wahrnehmen können. Wichtige Partner sind die Betriebsräte an unseren Standorten sowie der Europäische Betriebsrat und die Weltarbeitnehmervertretung (World Employee Committee). Konzernweit bestehen für die Mehrheit unserer Beschäftigten kollektivrechtliche Vereinbarungen. In der Mercedes-Benz Group AG, der Mercedes-Benz AG sowie in weiteren Konzerneinheiten gelten diese für alle Tarifbeschäftigten. In gemeinsam besetzten Gremien informieren wir die Arbeitnehmervertreter regelmäßig über die wirtschaftliche Lage und über alle wichtigen Veränderungen des Konzerns. Für den Fall, dass sich unsere unternehmerischen Entscheidungen auf die Beschäftigten auswirken, treffen wir Vereinbarungen mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretungen. In Deutschland sind hierzu umfangreiche Regelungen im Betriebsverfassungsgesetz verankert. Bei entscheidenden Veränderungen unterrichten wir unsere Beschäftigten frühzeitig.

Transparente Führungs- und Vergütungsinstrumente

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GRI 405-2

Seit Langem unterstützt die Mercedes-Benz Group (zuvor firmierend als Daimler AG) ihre Führungskräfte und Beschäftigten mit standardisierten Führungsinstrumenten bei ihren Aufgaben. Die Instrumente helfen uns, kooperative Arbeitsprozesse zu fördern und die Ergebnisse unserer Maßnahmen zu messen.

Für Beschäftigte außerhalb der Produktion der Mercedes-Benz Group AG, der Mercedes-Benz AG und der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG in Deutschland unterhalb der Ebene 4 haben wir im Zuge der Einführung des 2007 einen bezogen auf ein Jahr festgelegten standardisierten Führungsprozess: In der Startphase vereinbaren Vorgesetzte hierbei zusammen mit ihren Beschäftigten Ziele und Arbeitsschwerpunkte. Zudem können Erwartungen an das Arbeitsverhalten und Maßnahmen zur Qualifizierung festgelegt werden. In der Jahresmitte finden weitere Gespräche statt, um Zwischenbilanz zu ziehen. Themen sind erste Fortschritte und mögliche Maßnahmen, mit denen der Mitarbeiter bis zum Ende des Jahrs unterstützt werden kann. Am Jahresende werden erneut die Fortschritte sowie das Arbeitsverhalten und die Entwicklungspotenziale der Beschäftigten bewertet und in den jeweiligen Führungsteams diskutiert. Die Ergebnisse besprechen die Führungskräfte anschließend persönlich mit den Beschäftigten. Hierbei werden auch Vereinbarungen zur beruflichen Weiterentwicklung getroffen.

Für die Beschäftigten der Mercedes-Benz Mobility AG und der Mercedes-Benz Bank AG inklusive Tochtergesellschaften gilt eine einheitliche Regelung für die Leistungsvergütung. Entsprechend der Vergütungsgruppe aus dem Dienstleistungsergänzungstarifvertrag aus dem Jahr 1999 wird ein Jahreszielgehalt vertraglich festgehalten, welches sich aus einem festen (80 bis 90 Prozent) und einem variablen (10 bis 20 Prozent) Anteil zusammensetzt. Durch die hohen fixen Gehaltsbestandteile ist trotz der Variabilität ausreichend finanzielle Planungssicherheit gewährleistet. Weitere Gehaltsbestandteile sind ebenfalls durch den Tarifvertrag geregelt. Jährlich wird ein Leistungsbeurteilungs-/Zielerreichungsprozess (LB/ZE-Prozess) durchgeführt, um die Leistung und Zielerreichung der Beschäftigten zu beurteilen. Hierbei legen die Beschäftigten unterhalb der Ebene 3 zusammen mit der zuständigen Führungskraft zu Jahresbeginn individuelle Ziele fest. In einem Zwischenbilanzgespräch sowie einem Gespräch zum Jahresende überprüfen beide Parteien, inwieweit die Beschäftigten diese Ziele erreicht haben. Mit dem Verfahren fördern wir eine sachgerechte und transparente Kommunikation zwischen der Führungskraft und den Beschäftigten: Der LB/ZE-Prozess hilft Führungskräften und Mitarbeitern, sinnvolle Ziele zu formulieren, die sie annehmen können. Gleichzeitig verbessert der Prozess die Transparenz und damit die Akzeptanz des Vergütungssystems.

Die Vergütungsregelungen und Entgelttabellen für Beschäftigte im Tarifbereich, zum Beispiel bei der Mercedes-Benz Group AG, sind im Intranet einsehbar. Beschäftigte der Mercedes-Benz Group AG und Mercedes-Benz AG können sich online über ihre Entgeltzusammensetzung und -höhe informieren – auch im Vergleich zu ihren Vergleichsgruppen.

Hinzu kommen für Tarifbeschäftigte der Mercedes-Benz Group AG und ihrer Tochtergesellschaften meist freiwillige Leistungen, die mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretungen vereinbart werden. Hierzu gehören zum Beispiel arbeitgeberfinanzierte Beiträge zur Altersvorsorge oder Möglichkeiten, eine arbeitnehmerfinanzierte Altersversorgung abzuschließen. Häufig werden Tarifbeschäftigte auch am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft beteiligt. Darüber hinaus können unsere Beschäftigten die Angebote zahlreicher sportlicher und sozialer Einrichtungen nutzen – von Sportstudios über Kindertagesstätten bis hin zu sozialen Beratungsdiensten.

Neue Führungskultur

GRI 404-3

Die Mercedes-Benz Group befindet sich in einem Transformationsprozess. Das gilt für Produkte genauso wie für die Organisation und die Beschäftigten. Damit diese Veränderung langfristig erfolgreich ist, braucht es neben einem technischen und strategischen auch einen kulturellen Wandel. Vor allem die Anforderungen an Führung haben sich verändert. Deshalb sind unsere Führungsprinzipien Kernbestandteile in unseren Personalprozessen. Wir berücksichtigen sie, um Führungskräfte zu befähigen, ihrer wichtigen Rolle in der kulturellen und strategischen Transformation gerecht zu werden. Zudem bilden unsere Führungsprinzipien die Basis unseres weltweiten Netzwerks, dessen Mitglieder als Vorbilder in ihren Bereichen die Veränderungen leben und vorantreiben sollen. Das Netzwerk besteht aus Experten und Freiwilligen, die sich teilweise schon in der Initiative Leadership 2020 engagiert haben und ihre Kollegen und Führungskräfte nun in den aktuellen Veränderungsprozessen unterstützen. Sie entwickeln dazu eigene Formate und Initiativen für die Unternehmensbereiche, um die Neuausrichtung des Konzerns zu begleiten und die kulturelle und strategische Transformation gemeinsam voranzutreiben.

Weiterhin haben wir sogenannte hybride, mit großer Querschnittskompetenz ausgestattete Teams gebildet. Diese unterstützen Führungskräfte der Mercedes-Benz Group beim Management von Veränderungsprozessen mit Impulsreihen und Blueprints für erfolgreiche Teamgespräche. Ein Schwerpunkt liegt darauf, Führungskompetenzen im hybriden Arbeitsumfeld zu vermitteln – dabei geht es unter anderem um den Einsatz digitaler Tools oder das Thema Work-Life-Balance. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Peer-Austausch in kleinen Gruppen auf Augenhöhe. Darüber hinaus realisieren wir – seit der COVID-19-Pandemie verstärkt – virtuelle Dialogformate zur strategischen Ausrichtung für Führungskräfte. Die Teilnehmenden können hierbei in direkten Austausch mit Vorständen treten und für die Herausforderungen als Führungskraft Orientierung finden. Die Formate richten sich an Führungskräfte unterschiedlicher Ebenen und werden teils langfristig geplant, teils auch spontan angesetzt.

Zusätzlich haben wir ein Personalentwicklungstool für unsere Führungskräfte entwickelt. Das Online-Tool ist für alle leitenden Führungskräfte und für Führungskräfte der Ebene 4 verfügbar. Unter anderem ist ein 360°-Feedback-Prozess Bestandteil des Tools: Vorgesetzte, Mitarbeiter und ausgewählte Kollegen geben der Führungskraft Rückmeldung. Die Bewertung erfolgt nach den Führungsprinzipien und soll helfen, dass die Führungskraft ihr Führungsverhalten weiterentwickelt und ihre eigene Leistung verbessern kann.

Daneben enthält das Personalentwicklungstool weitere Instrumente – zum Beispiel ein Steuerungstool für das Setzen und Verfolgen von Arbeitsprioritäten. Zudem unterstützt es Führungskräfte und Beschäftigte, konkrete Beiträge und Messgrößen zur Umsetzung von Bereichsstrategien zu definieren, anzupassen und deren Umsetzung nachzuverfolgen.

Die neue hybride Arbeitswelt stellt andere Anforderungen an unsere Führungskultur. Um eine zeitgemäße Führung sicherzustellen, bieten wir unseren Führungskräften entsprechende Schulungsangebote zu Chancen und Rahmenbedingungen von Führung in Präsenz und virtuell an.

Arbeitszeitmodelle

GRI 401-3

Die Erfahrungen der Mercedes-Benz Group AG während der Pandemie haben gezeigt: Die zunehmende Digitalisierung und hybrides Arbeiten können sich positiv auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auswirken. Sie ermöglichen eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit – auch unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse. Dies trägt bei der Mercedes-Benz Group AG dazu bei, die Leistung und die Zufriedenheit der Belegschaft zu verbessern. Aus diesem Grund unterstützen wir Führungskräfte und Beschäftigte mit vielfältigen Angeboten zum flexiblen Arbeiten und erleichtern es ihnen so, Beruf und Privatleben bestmöglich zu organisieren.

Gleichzeitig wurde uns von unseren Beschäftigten in Teamrunden und durch Befragungen zurückgemeldet, dass der direkte Austausch untereinander sowohl für das Wohlbefinden als auch für gute Arbeitsergebnisse wichtig ist. Wir wollen die Vorteile beider Arbeitsmodelle – Präsenz am Arbeitsplatz und mobiles Arbeiten – kombinieren und setzen auf hybrides Arbeiten. Das bedeutet, dass verschiedene Formen möglich sind – von vollständiger Präsenz bis hin zu 100 Prozent mobilem Arbeiten. Das Unternehmen macht hier keine konkreten Vorgaben, sondern bietet mit der seit 2016 gültigen umfangreichen Gesamtbetriebsvereinbarung „Mobiles Arbeiten“ und im stetigen Austausch mit dem Betriebsrat die entsprechenden Rahmenbedingungen.

Darüber hinaus bietet die Mercedes-Benz Group vielfältige Teilzeitmodelle an: Zum Beispiel können Beschäftigte ihre Arbeitszeit reduzieren und ihre täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Stundenzahlen auf ein bis fünf Tage verteilen oder in Form von geblockter Teilzeit, das heißt Vollzeit- und Freistellungsphasen im Wechsel, nehmen.

Zudem fördern wir Jobsharing für Beschäftigte auf allen Ebenen, die sich in Teilzeit eine gemeinsame Aufgabe oder Stelle teilen. Gerade Beschäftigten mit herausfordernden privaten Situationen hilft das, Beruf und Privatleben zu organisieren und sich im Tandem weiterzuentwickeln. Wir sind überzeugt: Indem ein Tandem die Erfahrungen, Stärken und Netzwerke von zwei Personen vereint, werden bessere Ergebnisse bei der gemeinsamen Bewältigung komplexer fachlicher und/oder Führungsaufgaben erzielt. Um die Suche nach einem Tandempartner zu unterstützen, gibt es seit 2015 drei interne Teilzeit-Communities. Diese bringen die potenziellen Tandems, ob in Verwaltungs- und Produktionsbereichen oder in leitenden Positionen, zusammen. Zudem bieten wir in Veranstaltungen Interessierten die Gelegenheit, einander kennenzulernen und auszutauschen. Im Berichtsjahr gab es auf Führungsebene in der Mercedes-Benz Group 199 Tandems.

Darüber hinaus können Beschäftigte mit dem Unternehmen ein Sabbatical vereinbaren – von drei Monaten bis zu einem Jahr. Die anschließende Wiedereinstellung wird dabei garantiert.

Für Qualifizierungsmaßnahmen – beispielsweise ein Studium – können Beschäftigte mit dem Unternehmen zudem eine Auszeit von drei bis fünf Jahren mit anschließender Wiedereinstellungszusage vereinbaren.

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben

Beschäftigten, die Kinder haben oder Angehörige pflegen, bietet die Mercedes-Benz Group AG neben verschiedenen Arbeitszeitmodellen weitere Unterstützung an: So stellen wir für unsere Beschäftigten in Deutschland über 540 Betreuungsplätze in betriebseigenen Kindertagesstätten bereit. Zusätzlich gibt es über 170 weitere Belegplätze an verschiedenen Standorten in Deutschland. Zudem kooperieren wir mit Beratungsstellen.

Auch will die Mercedes-Benz Group ihren Beschäftigten in Deutschland den Wiedereinstieg nach der Eltern- und Familienzeit erleichtern: So können sie sich während ihrer Eltern- und Familienzeit im Intranet über Neuigkeiten aus dem Unternehmen informieren und auf die interne Stellenbörse zugreifen. Außerdem unterstützen wir Mütter und Väter durch Checklisten beim Übergang in die Elternzeit und beim Kontakthalten. Hinzu kommen regelmäßige Informationsveranstaltungen und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch für werdende Eltern und Beschäftigte in Elternzeit. Diese Treffen haben aufgrund der COVID-19-Pandemie 2021 ausschließlich digital stattgefunden.

Für Fragen zu Eltern- und Familienzeit beraten zudem speziell geschulte Kontaktpersonen des HR Service Centers die Beschäftigten der Mercedes-Benz Group AG, der Mercedes-Benz AG, der Mercedes-Benz Bank und der Mercedes-Benz Mobility AG. 2021 waren 4.017 Beschäftigte der Mercedes-Benz Group AG, der Mercedes-Benz AG, der Mercedes-Benz Mobility AG und der Mercedes-Benz Bank AG in Elternzeit, 72,7 Prozent davon waren Männer.

Zudem hat die Mercedes-Benz Group in Deutschland ihre Kooperation mit einer externen Pflegeberatung weiter ausgebaut. Beschäftigte können sich telefonisch oder persönlich zum Thema Pflege beraten lassen – an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Der externe Pflegedienst führt auch Beratungen zu Hause durch. Das Angebot haben Beschäftigte im Berichtsjahr besonders häufig in Anspruch genommen.

Regelmäßig bietet unsere Betriebskrankenkasse an ihren Standorten in Deutschland Sprechstunden zum Thema Pflege an. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden diese im Berichtszeitraum in Form von Hausbesuchen oder als private Online-Beratungen durchgeführt.

Darüber hinaus haben wir Online-Veranstaltungen zu Generalvollmacht, Finanzierung sowie weiteren aktuellen Pflegethemen durchgeführt. Auch dieses Angebot haben unsere Beschäftigten sehr gut angenommen. Beschäftigte, die sich um die Pflege Angehöriger kümmern möchten, können sich hierfür über die gesetzlichen Möglichkeiten hinaus bis zu vier Jahre – mit Wiedereinstellungszusage – von der Arbeit freistellen lassen – oder ihre Arbeitszeit mit gleicher Befristung reduzieren.

Wirksamkeit und Ergebnisse

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Die konzernweite Mitarbeiterbefragung ist ein wichtiger Gradmesser dafür, wo wir aus Sicht unserer Beschäftigten aktuell stehen – und was wir künftig besser machen können. Wir führen sie in der Regel mindestens alle zwei Jahre durch. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Mitarbeiterbefragung 2020 jedoch auf 2021 verschoben und im Berichtsjahr durchgeführt. Die Mercedes-Benz Mobility AG und die Mercedes-Benz Bank AG inklusive Tochtergesellschaften führen zudem alle zwei Jahre eine Mitarbeiterbefragung nach den Vorgaben des Great Place to Work Institutes durch. So erhalten sie ein umfangreiches Feedback der Beschäftigten. Die Umfrage hilft, die Führungs- und Unternehmenskultur kontinuierlich zu verbessern und die Arbeitskultur im Transformationsprozess stetig weiterzuentwickeln.

Ferner nutzen wir unseren jährlichen Sustainability Dialogue, um Feedback von unseren Stakeholdern aus verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren wie Wirtschaft, Verbänden oder Wissenschaft zu erhalten. Im Rahmen verschiedener Arbeitsgruppen widmen wir uns dabei aktuellen und zukünftigen Nachhaltigkeitsthemen. Mitte November 2021 fand der inzwischen 14. Sustainability Dialogue statt. Die Arbeitsgruppe „Mitarbeiter & Integrität“ beschäftigte sich dabei schwerpunktmäßig damit, wie nachhaltige und verantwortungsvolle Entscheidungen mithilfe von Künstlicher Intelligenz unterstützt werden können. Die Ergebnisse des Dialogs, der im Berichtsjahr digital stattgefunden hat, fließen in weitere Aktivitäten im Bereich Integrität und Human Resources mit ein.

Ergebnisse

GRI 404-3

Die COVID-19-Pandemie und die Transformation der Wirtschaft haben viele Unternehmen auch im Jahr 2021 vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt. Dabei hat sich gezeigt, wie wichtig ein konstruktives Miteinander von Belegschaft und Führung sowie Unternehmen und Arbeitnehmervertretung ist – nur so lassen sich tragfähige Lösungen finden. Dem Unternehmen ist es im Berichtsjahr beispielsweise erneut gelungen, gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung langfristige Übereinkünfte zu erzielen und in Betriebsvereinbarungen zu verankern. So haben wir unter anderem eine Qualifizierungsoffensive vereinbart und uns auf gemeinsame Anstrengungen verständigt, um die mit der Pandemie verbundene wirtschaftlich angespannte Situation zu bewältigen.

Als Teilnehmer des UN Global Compact hat sich das Unternehmen zu dessen zehn Prinzipien verpflichtet. In diesem Zuge engagieren wir uns unter anderem für das Recht auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Den Rahmen hierfür setzen wir mit unserer globalen Vergütungsrichtlinie. Im Berichtsjahr wurde kein wesentlicher Verstoß gegen die Richtlinie bekannt.

Für unser Engagement im Bereich „Leadership“ haben wir im Berichtszeitraum auch von externer Seite Anerkennung erhalten: Unser ganzheitliches Führungskräftequalifizierungsprogramm Leading Transformation wurde mit dem internationalen „EFMD Excellence in Practice Award 2021“ in Gold ausgezeichnet. Der Preis wird von der Europäischen Stiftung für Managemententwicklung vergeben und würdigt herausragende Leistungen in der Führungs-, Berufs-, Talent- und Organisationsentwicklung. Darüber hinaus wurde das im Unternehmen für die Führungskräfteentwicklung zentral verantwortliche Team für die Initiative Leading Transformation mit dem zweiten Platz des St. Galler Leadership Award 2021 geehrt.

Der nachhaltige Effekt der Initiative Leading Transformation aus 2020 zeigte sich auch in diesem Berichtsjahr: Die Kollegen aus dem Moderator- und Begleitnetzwerk werden weiter von den Fachbereichen für Veranstaltungen angefragt. Die Inhalte und Formate werden für bereichsspezifische Veranstaltungen genutzt.

Die Befragung der Beschäftigten der Mercedes-Benz Group im Jahr 2021 ergab, dass 74 Prozent1 von ihnen stolz darauf sind, bei der Mercedes-Benz Group zu arbeiten, und mit dem Unternehmen als Arbeitgeber zufrieden oder sehr zufrieden sind. Die nächste konzernweite Mitarbeiterbefragung für die Mercedes-Benz Group soll voraussichtlich 2023 erfolgen.

Die Loyalität unserer Beschäftigten gegenüber unserem Unternehmen lässt sich auch an der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit ablesen: Sie belief sich im Berichtsjahr auf 17 Jahre. In Deutschland waren die Beschäftigten am Jahresende 2021 im Durchschnitt seit 20 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Außerhalb Deutschlands lag die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei zehn Jahren. Unsere weltweite Fluktuationsrate bezifferte sich im Jahr 2021 auf 8,7 Prozent.

1 Annähernder Wert, da die Struktur zum Zeitpunkt der Befragung nicht 100 Prozent der Struktur zum Jahresende entsprach.

Fluktuationsrate (in %)
GRI 401-1

 

2017

2018

2019

2020

20212,3,4

Europa1

 

 

4,6

5,0

7,5

davon Deutschland

3,4

3,7

3,5

4,5

7,2

NAFTA1

 

 

12,7

8,9

13,9

Asien1

 

 

7,9

6,4

11,0

Rest der Welt

7,5

5,5

5,7

7,8

9,1

Gesamt

5,1

4,9

6,0

5,8

8,7

1

Neuer Berichtsaufsatzpunkt (Werte erst ab 2019 vorhanden)

2

Diese Daten umfassen die Mercedes-Benz Group. Sie sind aufgrund der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts als eigenständiges Unternehmen im Dezember 2021 nicht vergleichbar mit den Vorjahren.

3

Da es sich hier um Durchschnittswerte handelt, ist in Q1-Q3 2022 Daimler Trucks & Buses enthalten

4

Diese Daten sind aufgrund der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts als eigenständiges Unternehmen bereinigt, enthalten noch geringfügige Unschärfen, da sogenannte Mischstandorte und -einheiten erst mit dem Geschäftsjahr 2022 bilanziell bereinigt werden können.

Zur Elternzeit berechtigte Beschäftigte1
GRI 401-3

 

2017

2018

2019

2020

20212,3

Männer

117.800

118.025

117.375

117.189

88.605

Frauen

20.928

21.814

22.074

22.989

18.094

Summe

138.728

139.839

139.449

140.178

106.699

1

Mercedes-Benz Group AG, Mercedes-Benz, Mercedes-Benz Mobility AG und Mercedes-Benz Bank AG

2

Diese Daten sind aufgrund der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts als eigenständiges Unternehmen im Dezember 2021 nicht vergleichbar mit den Vorjahren.

3

Diese Daten sind aufgrund der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts als eigenständiges Unternehmen bereinigt, enthalten noch geringfügige Unschärfen, da sogenannte Mischstandorte und -einheiten erst mit dem Geschäftsjahr 2022 bilanziell bereinigt werden können.

Beschäftigte in Elternzeit1,4
GRI 401-3

 

2017

2018

2019

2020

20212,3

Männer

3.130

3.192

3.733

3.756

2.922

Frauen

823

685

1.050

1.206

1.095

Summe

3.953

3.877

4.783

4.962

4.017

1

Mercedes-Benz Group AG, Mercedes-Benz AG, Mercedes-Benz Mobility AG und Mercedes-Benz Bank AG

2

Diese Daten sind aufgrund der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts als eigenständiges Unternehmen im Dezember 2021 nicht vergleichbar mit den Vorjahren.

3

Diese Daten sind aufgrund der Abspaltung und Ausgliederung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts als eigenständiges Unternehmen bereinigt, enthalten noch geringfügige Unschärfen, da sogenannte Mischstandorte und -einheiten erst mit dem Geschäftsjahr 2022 bilanziell bereinigt werden können.

4

Rückkehrquote 99,9 %

Anbieter/Datenschutz

Mercedes-Benz AG Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 7 11 17-0
E-Mail:
dialog@mercedes-benz.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Jörg Burzer, Renata Jungo Brüngger, Sabine Kohleisen, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Bernd Pischetsrieder

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 762873
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 32 12 81 763

UN Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen (UN) ist ein Pakt, der zwischen Unternehmen und der UN geschlossen wird, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten sowie über deren Umsetzung Bericht zu erstatten.

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Entgeltrahmenabkommen (ERA)

Das Entgeltrahmenabkommen (ERA) bezeichnet die tarifvertragliche Vereinbarung zur einheitlichen Entgeltgestaltung der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie.

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